Maria Anzbach | Die Marktgemeinde mitten im Wienerwald

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Die Wallfahrtskirche

Geschichte

Die heutige Kirche wurde im 15.Jahrhundert errichtet. Der Chorbau stammt noch aus dem 14.Jahrhundert, der Westturm wurde erst im 16.Jahrhundert errichtet. 1629 wurde der Turm um 3,80 Meter erhöht. Die Pfarre, die im 13.Jahrhundert wahrscheinlich durch Abstammung von der Pfarre Altlengbach entstand, hat heute zwei Klöster, Meierhöfen und Stein (davon Meierhöfen als Altersheim). Die Wallfahrt spielt auch heute noch eine beträchtliche Rolle für den Ort. Sie besteht seit langer Zeit und war Aspekt für die Namensgebung des Ortes und das Wappen im Jahre 1933. Das Wappen zeigt Maria mit dem Kinde und die Initialen M und A auf Farben Blau und Gold.

Äußeres

Der eindrucksvolle, gotische Kirchenbau hat einen wuchtigen Westturm aus dem 16.Jahrhundert. 1629 wurde der Turm erhöht und mit einer barocken Zwiebelhaube versehen. Der Chor hat einen 5/8-Schluß und zum Teil abgemauerte, zweiteilige Maßwerkfenster. Am Langhaus sieht man barockisierte anstatt der vormals schmäleren und längeren gotischen Fenster zwischen einfach abgetreppten Strebepfeilern mit Pultdächern.

Innenraum

Der dreischiffige, vierjochige Staffelbau weist Stern- (Mittelschiff) und Netzrippengewölbe mit dunkelgrau gefärbten Rippen (Seitenschiffe) auf. Der einjochige, eingezogene Chor mit 5/8-Schluß ist kreuzrippengewölbt (Ende 14.Jahrhundert). Die kreuzgratgewölbte Empore über dem Mittelschiff stammt aus dem 16.Jahrhundert. An den Hochwänden des Mittelschiffes sieht man 4 Apostel und 2 Engel Fresken. Der große, spätbarocke, viersäulige Hochaltar hat eine freistehende Mensa und einen monumentalen, vergoldeten Tabernakel. Das zentrale Gnadenbild der Muttergottes stammt aus dem 15.Jahrhundert. Seitlich stehen goldweiß gefaßte Figuren (Josef Pichl, 1771) der hll. Joachim und Erzengel Michael (links) bzw. Erzengel Raphael und des hl.Josef (rechts). Der linke, spätbarocke Seitenaltar hat eine prächtige Statue des hl.Sebastian vor dem Bildhintergrund und flankierende Statuen der hll.Florian (links) und Rochus (rechts) aus der Mitte des 18.Jahrhunderts. Der gleichlautende rechte Seitenaltar zeigt eine Skulptur-Bildkombination Kreuz Christi, mit einen überstrichenen Altarblatt. Die Figuren dieses Altares stellen die hll. Maria (links) und Maria Magdalena (rechts) dar.

Die klassizistische Kanzel von Raimund Liess (1790) zeigt an der Brüstung die Reliefs Bergpredigt, Auferstehung und Ölberg. An der rechten Seitenschiffrückwand hängt ein großes, barockes Heiligenbild, an der Emporenbrüstung ein barockes Geburt-Christi-Bild und zwei barocke Votivshared/images der Jahre 1780 und 1783.

Links neben dem Hochaltar die Statue des hl.Leopold aus dem 15.Jahrhundert. Am Chorbogen links die nichtverbrannte Fackel der Türken (1683). Wallfahrtskirche: weil die Pestkranken auf Bitten der Wallfahrer aus Langenrohr und Ollern gesund wurden. Von 1491 stammt ein Wandgemälde in der Sakristei. Bemerkenswert ist die Martinikapelle im Osten der Kirche. Das ist ein freistehendes Presbyterium mit gotischem Giebeltürmchen. Unter der Kapelle ist das Beinhaus.

 

 


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09-Jun-2003 16:07